Leitung des Instituts: Diplom Psychologe Siegfried Bach

Siegfried Bach , geb. 1953 in Essen, Diplom Psychologe, Heilpraktiker, biodynamischer Psychotherapeut und Ausbilder in Gerda Boyesen Methoden, Mitgliedschaft im „Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH) “, in der „Gesellschaft für Biodynamische Psychologie / Körperpsychotherapie (GBP) e.V. “ und der „London School of Biodynamic Psychotherapy (LSBP)“.

Nach seinen Zwischenprüfungen in Mathematik und Philosophie an der Ruhr-Uni-Bochum 1975 begann er 1976 ein Psychologiestudium an der TU-Braunschweig und lernte dort die Biodynamische Psychologie durch Ken Speyer kennen. Bereits 1977 nahm er unter der Leitung von Gerda Boyesen an der ersten regulären biodynamischen Ausbildung ihres derzeitigen "Centre for Bioenergy" in London teil. Seine Ausbilder und Lehrtherapeuten waren u.a. Gerda, Ebba und Paul Boyesen, Clover Southwell, David Boadella, und Ken Speyer. Er lernte außerdem Eva Reich, John Pierrakos, Mona-Lisa Boyesen und Wolf Büntig als Gasttrainer kennen. 1979 erwarb er die britische Zulassung als Massagelehrer (L.T.Phys.) und leitete über zwei Jahre die Massage-Trainingsklinik des Londoner Centers. Zudem assistierte er mehrere Jahre in den ersten körperpsychotherapeutischen Ausbildungsgruppen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und England.

Zurück in Deutschland arbeitete er ab 1981 zunächst als Heilpraktiker in freier Praxis mit Einzelklienten und in der Gruppentherapie. Von 1989 bis 1994 arbeite er als Trainer des "Gerda Boyesen International Instituts" (GBII) in Deutschland, Österreich, Schweiz und England mit den Schwerpunkten biodynamische Vegetotherapie, selbstregulative und edukative Verfahren der Biodynamik, Theorie der Biodynamik und häufig als Spezialist zu Fragen der Gruppendynamik in Ausbildungsgruppen. Parallel dazu und dem Familienleben mit vier Kindern auf dem Lande studierte er Philosophie mit den Nebenfächern Informatik und Psychologie an der Uni Münster. Studienschwerpunkte bildeten ersten Begegnungen mit neuronalen Netzen, dynamische Systemtheorien und das semiotische Modell der psychosomatischen Medizin ( Thure von Uexküll).

Nach dem Ende des GBII gründete er 1993 das Biodynamische Zentrum für Gerda Boyesen Methoden in Witten (bioZen) und richtete zusammen mit Gerda Boyesen die Ausbildungen ihrer „International Academy for Biodynamic Psychology, London in Deutschland aus. In England unterstützte er sie bei dem Anerkennungsverfahren der Biodynamischen Psychotherapie durch das „United Kingdom Council für Psychotherapy“ (UKCP), was durch eine erste schwere Krankheit von Gerda Boyesen unterbrochen wurde. Als ihr Co-Trainer führte Siegfried Bach ihre Ausbildungsgruppen in Deutschland weiter. Zudem arbeitete er als Gasttrainer der „London School of Biodynamic Psychotherapy“ (LSBP), die seit 2000 Mitglied der Humanistischen und Integrativen Sektion des UKCP ist.

Zur Jahrtausendwende führte Siegfried Bach sein Psychologiestudium an der Ruhr-Universität Bochum weiter und entwickelte gemeinsam mit der wieder gesundeten Gerda Boyesen ein modulares Ausbildungsprogramm „Biodynamische Psychotherapie“ mit den Kernelementen: Deepdraining, Vegeto- / Psychotherapie und klinische Psychologie. Um selbst das Deepdraining lehren zu können, begleitete er sie in einem zweijährigen Ausbildungsmodul von 2003 an. In 2004 wurde er Koordinator ihres wieder gegründeten GBII für Deutschland. Zur Gründung eines deutschen „Gerda Boyesen Institut für Biodynamische Psychologie“ zeichnete er 2005 mit Gerda Boyesen einen Anteil der „INUA Akademie der Wissenschaften und Künste“ (inua). 2006 wurde er von der INUA mit dem Aufbau des "Gerda Boyesen Instituts" betreut und für die Leitung der Abteilung für Körperpsychotherapie vorgeschlagen. Von dort aus führt er die laufenden Gerda-Boyesen-Ausbildungen weiter und bietet seit 2007 neue Ausbildungen in biodynamischer Psychotherapie auf Grundlage des bisher mit Gerda Boyesen erarbeitetes Curriculums an.

Der Tod Gerda Boyesens Ende 2005 erfolgte kurz nach dem Abschluss seiner Diplomarbeit zur Messbarkeit der parasympathischen Reaktivität bei emotionaler Induktion. Seine Schätzwerte für die kardiale Vagus- und Sympathikus Aktivität während der Betrachtung emotionaler Bilder zeigten für eine ganze Reihe von Variablen hochsignifikant Unterschiede, etwa in der Valenz (angenehm <–> unangenehm, 5 Stufen), der Erregung (hoch – niedrig, 3 Stufen) und in den Hemisphärenbedingungen (linke, rechte, beide). Die Ergebnisse bestätigen die Emotionstheorie von William James (1884), derzufolge viszerale Veränderungen und emotionales Erleben sich wechselseitig bedingen. Diese empirische Grundlagenforschung hin zu einem neuen Verständnis von Emotion und Motivation wird im Rahmen einer Dissertation fortgeführt.

Veröffentlichungen:

Bach S (1997). Narzißmus im Licht der Biodynamik. in: . Narzissmus, Körperpsychotherapie zwischen Energie und Beziehung. Thielen M (Hrsg.). Berlin: Ulrich Leutner.

Bach S (2002). Untersuchung der emotionalen Hemisphärenasymmetrie mit lateralisiert und normal dargebotenen Bildern der IAPS-Serie. ExPra Bericht Ltg. M Pinnow. WS 2001/02.

Bach S (2005). Parasympathische Reaktivität bei emotionaler Induktion. Fachbibliothek Psychologie: Diplomarbeit Fakultät Psychologie, Ruhr-Uni-Bochum.